Ein Tropfen Alkohol auf einem Wattestäbchen kann Schellack kurz anlösen, während Lack unbeeindruckt bleibt und Öloberflächen matter wirken. Beobachte Verhalten an verdeckter Stelle und notiere Reaktionen. Mit dieser sanften Diagnose entscheidest du, ob sanftes Nachölen, vorsichtiges Polieren oder bloßes Staubwischen sinnvoll ist.
Eiche, Nussbaum und Esche zeigen ausgeprägte Poren und profitieren sichtbar von tief eindringenden Ölen, während Ahorn und Buche homogener wirken und schneller überpflegt erscheinen. Durch behutsames Auftragen in dünnen Schichten vermeidest du klebrige Stellen, wahrst Maserung und Haptik und erhältst einen ausgewogenen, natürlichen Eindruck ohne Überladung.
Viele Möbel kombinieren Holz mit Metall, Leder, Stein oder Textilien. Isoliere Kontaktflächen, nutze separates Werkzeug und wähle angepasste Mittel: pH-neutrale Reiniger für Leder, keine Säuren auf Naturstein, trockene Bürsten für Stoff. So bleibt jedes Material respektiert, und dein Pflegeergebnis wirkt harmonisch und dauerhaft.